13.08.2016
Caoimhe hat es nicht geschafft.
Sie lag nach der Cortisonspritze ein paar Stunden in Seitenlage in ihrem Körbchen, so dass wir ein wenig Hoffnung schöpften, doch nach dem Aufstehen fing sie wieder an zu röcheln. Das wurde stündlich schlimmer, so dass wir mit ihr am Freitagmorgen um Null Uhr Fünfzehn auf dem Parkplatz unserer Klinik waren, um sie im Bus einschläfern zu lassen.
Schon als wir Caoimhe (ausgesprochen: Kiwa) bekamen, haben wir geahnt, dass sie schwer krank ist. Wir schoben das aufs Herz. Das war gar nicht so schlimm, wie wir dachten, es war der faustgroße Lungentumor, den unser Doc dann entdeckte. Krebs frißt Muskelmasse... Caoimhe hatte auf dem Kopf nur noch Haut und Knochen, kein Fett mehr hinter den Augen, auch sonst überall ziemlich knochig.
Wir haben alles versucht, leider vergeblich. Caoimhe ist ganz schnell eingeschlafen, auch sie wird, wie alle unsere Hunde, kremiert.
Ich bitte alle, sich mit Äußerungen seitens dem Vorbesitzer zurückzuhalten. Erstens durfte Caoimhe sehr geliebt und behütet ihr ganzes Leben verbringen, wuchs in einer Familie auf, mit Haus und Garten und schönen Spaziergängen. Sie hatte etliche Hundefreunde, zuletzt den kleinen Jogi. Die Abgabe fiel ihrer Besitzerin sehr, sehr schwer, ein Scheidungsfall und wohin mit zwei Hunden? Man bekommt keine Chance auf eine Mietwohnung mit einem IW zudem dieser keine Treppen mehr laufen soll abgesehen davon muß man arbeiten gehen.
Und wenn man seinen Hund täglich vor Augen hat, fallen einem gewissen Veränderungen nicht oder nicht so auf, man schiebt es auf das Alter, dass der Hund so knochig wird, auf den Stress, auf irgendwas. Niemand konnte wissen, dass Caoimhe so einen Riesentumor hatte.
Es gibt so viele Schicksalsschläge, die einem keine andere Wahl lassen, als sich von seinem Tier/seinen Tieren zu trennen und jeder Einzelne von uns kann ganz schnell in solch eine geraten.
Ich bin glücklich, diese tolle Hündin bei mir gehabt zu haben. Und ja, es ist schwer, ihr Leben ist in meinen Händen regelrecht zerronnen. Erst Pan, einen Tag darauf Caoimhe.
Aber wie sagte Helge zu mir: "Dazu sind wir da."
Und damit hat sie (ausnahmsweise:-) mal Recht.
Jogi hat nachts seine Caoimhe gesucht, als wir ohne sie nach Hause kamen. Er hat sich dann ins Bett geschnuckelt und meine Hand geleckt, bis er eingeschlafen war. Am nächsten Tag hat er gefressen und sich danach in einem Körbchen gewälzt. Es geht ihm gut, was mich sehr freut. Er wird sein Leben hier genießen bis zu seinem letzten Atemzug.
Danke, liebe Elke, für deine beiden tollen Schätze, danke Max für deinen Beistand und danke an alle Paten für ihre Unterstützung.
Caoimhe, machs gut da oben!