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16.05.2017

Ein Leben ohne sie wäre hart für uns - und wenn man das Postproblem der Vorsitzenden berücksichtigt - wäre das Leben ohne unsere Verwaltungsperle Ruth Becker für Euch alle da draußen hart :)
Keine Verträge, keine Spendenbescheinigungen, keine Korrespondenz jeglicher Art.
Sie hat einen unserer ersten geretteten Afghanen einst übernommen. Heute hütet sie unser Mangolinchen (ehemals Graziella, vermittelt Mai 2012) ein schwieriges schlecht vermittelbares durchaus ungezogenes Hündchen, das gerne Besucher beißt...
Liebe Ruth, danke dass Du zu unserem Team gehörst!
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16.05.2017

Und dann haben wir in unserem Team auch noch so richtig enthusiastische und positive Menschen (unsereins fühlt sich manchmal etwas abgenutzt).
Unser Romeo weilte ja auf unserer Trainingspflegestelle, sprich eine Pflegemama, die den Tierchen allerhand Sachen beibringt.
Und dann gab es eine Interessentin, die noch nie einen Hund in ihrem Leben hatte, aber von einem Afghanen träumte.
Also unsere Pflegemama nimmt sich nicht nur Hunden an, sondern auch den Menschen.
Romeo ist nun sicherlich schon einen Monat bei seiner neuen Familie und alles läuft gut...klar müssen alle Beteiligten noch das eine oder andere lernen, mußten wir aber einst alle.
Wir können uns nur bedanken für so viel Engagement!
Romeo, der jetzt liebevoll Mio genannt wird, fühlt sich auf jeden Fall wohl wie man sehen kann.
Wir wünschen Kristina & Mann und dem hundehütenden Papa alles Liebe mit dem schönen blauen Buben. Weiter so!
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16.05.2017

Das kennt Ihr sicher alle, wenn ein Hund gehen muß, dann ist es danach furchtbar still!
Bei meiner Loulou (vermittelt Dezember 2009) gilt das nicht nur im übertragenen Sinne :)
Sie war zeitlebens eine Krawallschachtel, sie war immer laut und lebendig, so laut, dass wir uns oft sagen hörten, "wenn Du mal nicht mehr bist, ist es hier ganz leise."
Im Juni wäre sie 11 Jahre alt geworden, doch es war ihr nicht vergönnt. Im letzten halben Jahr nahm sie gefühlt jeden Tag 100 Gramm ab, obwohl sie mehr als jeder große Rüde aß.
Dennoch lag sie immer mit den Pfoten in die Luft auf dem Sofa, quetschte sich nachts mehr auf als neben einen. Sie genoß das Leben immer in vollen Zügen - wir brauchten Jahre bis wir sie ableinen konnten uns selbst dann fiel ihr regemäßig Unsinn ein. Sie war immer die erste am Strand, die im Wasser lag, auch bei Minusgraden.
Wenn man sie frisch gebadet und geföhnt hatte, dauerte es ca. eine Stunde und sie sah wieder uselig aus. Für den Friseursalon sei sie schließlich nicht hergestellt worden, sondern zum Leben und das in vollen Zügen.
Wenn es was zu Essen gab, dachte man ein Pumukel würde mit Meister Eder Verstecke spielen - eben Loulou.
Ihre Liebe verhalf einem immer wieder zu einem blauen Auge oder ner dicken Lippe.
Es ist ganz still, aber hinter der Regenbogenbrücke ist jetzt definitiv was los...
Machs gut Süße, heute Morgen beim Kuscheln habe ich Dich noch ganz fest gedrückt und gedacht, nicht dass es das letzte Mal ist.
Doch dein Tag war schäbig, du ließt den Kopf hängen, verkrochst dich, Du warst ganz leise, das Röntgenbild erklärte...
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15.05.2017

Auch wenn uns die Beschlagnahmung die letzten fünf Wochen rundum beschäftigt hat, gab es noch zahlreiche andere Baustellen, die nicht minder unsere Aufmerksamkeit erforderten.
Leider fehlte die Muse um alles zu berichten. Doch wir werden uns bemühen alle Geschichten zu erzählen.
Fangen wir mit unseren zwei Azawakh-Geschwistern an:
Für diese beiden stand das vergangene Wochenende im Zeichen den Umbruchs. Am Samstag wurde Quadir auf eine iWi-Pflegestelle gebracht. Für einen Azi stellt eine solche Veränderung doch immer eine recht große Herausforderung das und auch die Pflegemama ist ganz ordentlich gefordert.
Doch wir werden berichten, wie sich der Bub eingewöhnt und entwickelt.
Umso schöner ist es, dass Quintina direkt in ein neues Zuhause ziehen durfte. Sie wurde von ihrem Frauchen bereits seit ca. sechs Wochen sehnsüchtig erwartet. Auch der bereits vorhandene Azi Franzi (vermittelt Juni 2010) sehnte sich nach erneuter Zweisamkeit - sein Mädel war leider kürzlich verstorben . Es wird sicher ein bisschen dauern bis wir Fotos von unserer Quintina gucken dürfen, aber wir freuen uns schon darauf. Liebe Karin, wir denken ganz fest an Dich und Deine zwei Azis!
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15.05.2017

Ach und jetzt sind wir schon wieder bei unseren Beschlagnahmungs-Hunden. Aber gefühlt so ganz nebenher, versuchen wir auch den Tieren ein neues Zuhause zu besorgen.
Unsere Sally ist reserviert. Wir würden uns doch ganz fest freuen, wenn es mit ihren neuen Zuhause klappt. Dort hätte die Maus viel Spaß....

Tja uns zum Leidwesen vieler Interessenten (noch nie in der ganzen Geschichte der iWi fühlten sich so viele Menschen von einem Hund angesprochen) vermelden wir heute, unsere kleine Tessa wird zukünftig ihrem eigenen Frauchen den Kaffee ans Bett bringen.
Ihr Frauchen kam uns besuchen von weit her und verbrachte 24 Stunden mit uns (das haben wir auch nicht so oft), Jetzt weiß sie zumindest wie wir leben, wie wir die Hunde sehen und warum wir uns so oft ziemlich anstellen bei einer Vermittlung. Tessalein wurde jedenfalls dann eingepackt und war dann auch so brav, dass sie ihr neues Frauchen in der Folgenacht küsste und herzte (wie wir es vorausgesagt hatten - puh). Naja ein halber Afghane scheint genauso treulos wie ein ganzer zu sein ...und das ist gut so!
Wir freuen uns für die Süße (auch wenn sich die ganze Familie beschwerte, warum hast Du diesen putzigen Hund vermittelt) und sind uns ganz sicher, sie wird ein spannendes und hundegerechtes Leben haben. Alles Liebe!
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14.05.2017

Einen sonnigen Sonntagnachmittag wünscht euch unser kleiner Momo!
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14.05.2017

Nun zum letzten Teil der Animalhoarder-Geschichte.

Erwähnenswert sei noch, dass ich am nächsten Tag im Tierheim anrief, um von Daisy zu berichten. Die Dame erzählte mir, einer der Galgos sei über den TH-Zaun geklettert und abgehauen. Ebenfalls Stunden später konnte sie ihn mithilfe eines anderen Galgos, den sie zum Spaziergang mitnahm, wieder einfangen. Ja, diese Hunde haben uns ganz schön auf Trab gehalten.

Warum schreiben wir so eine lange Geschichte um die Rettung von zwölf beschlagnahmten Hunden?
Wir hätten schon viele, irre Geschichten erzählen können. Damals, zu Anfang der Windhundhilfe, sind Helge und ich tausend Kilometer gefahren, um ein paar Galgos aus einem Dreckloch zu holen, im Retour haben wir dann noch Leo eingeladen, den ersten Patenhund der Windhundhilfe (und gezweifelt, ob uns da ein Deerhound anguckt oder was anderes, so nackig wie der Kerl da stand:-). Oder 2004, als Jacky und ich mit einem gemieteten Sprinter nach Norddeutschland fuhren, um 16 ausgemergelte, verflohte Barsois aus völlig verdreckten Gehegen einzupacken. Oder 2006, mit Holger und Marie nach Barcelona, 18 Greys von der geschlossenen Bahn.... usw.
Diese Beschlagnahmungs-Geschichte jedoch hat uns mehr zugesetzt als alle bisherigen.

Wir haben all diese Schätze gebadet, entwurmt, teils abgeschoren oder nur entfilzt, geimpft, Ausweise, gechipt, Ohrenentzündungen behandelt, Zähne sanieren lassen (Cid z.B. mußten acht Eiterzähne entfernt werden), uns mit ihnen angefreundet, mit ihnen geschmust, sie lagen bei uns im Bett, auf dem Sofa, waren - wie alle anderen auch - ein Teil unserer Familien. Es mag sich abgedroschen anhören, aber das ist mir egal, wir lieben unsere Hunde und dabei macht es keinen Unterschied, ob eigener oder Pflegehund.
Man macht sich Gedanken, wohin der und der wohl passen würde, in welchem Zuhause er sich wohl fühlen würde, man fährt zigmal zum Tierarzt, weil man immer nur mit einem Hund kommen kann, weil ja keiner an der Leine laufen kann und man die Schnuckels reintragen muß.

Und dann der Anruf vom Vetamt: Es hat sich plötzlich eine Käuferin gemeldet, sie wolle morgen Kaufverträge für alle Afghanen sowie die beiden Afghanen-Collie-Mädchen Sally und Tessa vorlegen!
Wir waren geschockt.

Für Sally und Tessa hatten wir jeweils eine Interessentin (die für Tessa sprang später wieder ab) und Manni war bei einem Pflegefrauchen, die ihn behalten wollte. Wenigstens die drei soll uns die Käuferin doch lassen, bzw. verkaufen. Ich rief sie an, sie sagte, alle Hunde hätten bereits Adoptanten und denen ginge es wie uns. Nein, wir kennen diese Hunde und die Interessten kennen sie auch schon. Haben sie gestreichelt, sich angefreundet... Wenigstens die drei? Bitte.
Wir durchlitten etliche, schlaflose Nächte. Natürlich ist das Ganze ein Witz, wenn man bedenkt, wieviele Menschen richtig schlimme Sorgen haben, gesundheitlich oder finanziell. Wir standen jedoch komplett neben uns, tagelang und auch jetzt sind wir immer noch fassungslos über den traurigen Ausgang der Geschichte.
Schlußendlich durften wir die drei Hunde kaufen, Sally, Tessa und Manni waren uns sicher.

Die fünf anderen mussten wir abgeben. Helge fuhr mit ihren vier Hunden zu einer Autobahn-Raststätte und trug sie einzeln in den Bus der Käuferin. Unsere Pflegemama von Alessio mußte dasselbe einen Tag später tun.
Das Schlimme an dem Ganzen ist, dass man keinerlei Recht hat, über den weiteren Lebensweg dieser Hunde informiert zu werden. Wir wissen nicht, wo und wie und bei wem sie leben werden. Und sie alle haben ihr Leben noch vor sich.
Aus und Ende der Geschichte.

Wir danken ganz herzlich dem Veterinäramt für die hervorragende Zusammenarbeit, auch ihr wart mit ganzem Herzen dabei. Selten so engagierte Amtsveterinäre getroffen.
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13.05.2017

Ich stellte, wie immer, das Busle vor meinem Tor ab und dachte mir, erst leine ich Daisy an... ging auch ganz gut, sie wollte nicht über die Rückbank klettern, also hab ich sie kurz drüber gehoben. Dann dachte ich, sie hüpft aus dem Bus, was sie auch tat, aber sie wollte losrennen, alles war eigentlich fest, Halsband, Leine in meiner Hand, aber ich war einfach total kaputt. Daisy gebärdete sich wie ein Wildpferd, stieg hoch, sprang hoch, drehte sich um die eigene Achse, wickelte sich die Leine um die Beine, liess sich auf den Teer fallen, nur um gleich wieder panisch zu springen und sich zu drehen, irgendwie drehte sie sich dann aus dem Halsband (ich war schuld, hatte das nicht supereng festgezogen!), ich warf mich auf sie und packte ein Bein, sie drehte sich wieder und entkam - rannte wie von der Tarantel gestochen die Straße runter und war WEG!
OH MEIN GOTT, dachte ich. Das kann doch jetzt nicht wahr sein. Ich habe heute sooo viele Hunde getragen und allen immer gesagt, passt ja auf. Und dann passiert mir das. Zum Glück wohne ich in der Pampa, meine Straße ist ein Sträßchen, auf dem nur Anwohner fahren, kein Durchgangsverkehr außer vielleicht Wanderer. Ich war komplett am Ende, wie soll ich diesen Hund wieder einfangen?
Sally muß raus, ich habe also bei ihr das Halsband wirklich supereng gemacht, mir die Leine viermal um die Hand gewickelt und Sally dann einfach geschnappt und in den Garten getragen. Schleppleine dran und fertig. Hunde alle ins Haus, Gartentür auf... hoffen, dass Daisy kommt, aber wie soll sie denn kommen, sie hat hierher doch gar keine Bindung. Mit Sally rausgehen geht auch nicht, sie kann ja auch nicht an der Leine gehen. Plötzlich höre ich meine Nachbarin:" Ja, was bist du für eine Süße?" Und ich renne raus, sehe Daisy gerade wieder die Straße runter rennen. Sage zur Nachbarin, sie darf sich nicht blicken lassen und soll bitte ruhig sein, sonst läuft der Hund wieder weg. Nach einer Ewigkeit sehe ich Daisy oben am Waldhügel stehen, wie sie am Waldrand schnuffelt. Sieht so aus, als bliebe sie in der Nähe. Hoffentlich. Und zack, rennt sie in den Wald. Wieder später kommt sie plötzlich von unten die Straße hoch, ich gehe mit Jogi raus, meinem Lurcher, den alle mögen, bisher gab es noch keinen Hund, der Jogi blöd fand. Jogi hüpft zu ihr hin, sie beschnuppern sich gegenseitig, leise rufe ich Jogi, er kommt sofort, aber Daisy nicht, sie rennt wieder auf und davon.
Brauche einen anderen Köder.
Im Kühlschrank gähnende Leere (wollte heute noch einkaufen aber mit den versch... Klamotten konnte ich mich nirgends blicken lassen) also den letzten Käse und ein paar letzte Scheiben Salami auf der Straße ausgelegt, Bustür auf, Salamispur über den Rücksitz bis auf den Heckmotor gelegt. Alle Hunde ins Haus, damit es schön ruhig ist und auf die Lauer gelegt, hinterm Gartentor.
Daisy kommt, sehe die Pfötchen, ganz vorsichtig, Scheibe für Scheibe verschwindet... und plötzlich rennt sie wieder auf und davon, kurz vorm Bus. Himmelherrgott, müssen da jetzt Wanderer kommen?! Halbe Stunde später kommt Daisy erneut, jaaa, schön, fress alles auf... ich bibbere hinterm Tor, die Hand an der Klinke.... und Daisy schnuppert in den Bus... sieht die leckeren Salamischeiben, eine hängt auf der Rückenlehne... und springt rein, frißt auch da alles auf und - ich kurz vorm Herzstillstand - hüpft über die Rückbank auf den Heckmotor!
Ich fliege raus, werfe die Schiebetür vom Bus zu und - muß erstmal eine Runde heulen.
Jetzt hatte ich aber Schiss, Daisy einfach so aus dem Bus zu holen. Also bugsierte ich sie in eine Box (ich hasse Boxen, Boxen und Trichter braucht doch kein Hund!) aber sie wollte gar nicht mehr raus... ich schüttete sie dann einfach im Garten aus, sie rutschte samt der Decke ins Gras. Und natürlich hatte ich eine Schleppleine an ihr Halsband gemacht. Begrüssung mit dem Rest, alles superfriedlich. Meine Hunde sind es ja gewohnt, ständig neue Mitesser :-) zu bekommen, mancher steht gar nicht mehr vom Sofa aus und scheint zu sagen:" Hi, nimm Platz und halt die Klappe."
Das Ganze hatte drei Stunden gedauert. Drei Stunden plus neun, in denen meine Hunde so lieb auf mich gewartet hatten. Ich habe eine ganz tolle Bande :-)
Und endlich konnte ich duschen, Waschmaschine anwerfen und mir etwas zu Essen machen.
Helge war inzwischen mit ihrer Meute auch Zuhause.
Ende gut, alles gut?
MITNICHTEN.
Das dicke Ende kommt erst noch, der Grund, weshalb wir das überhaupt so detailiert erzählen.
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12.05.2017

Zwischendurch eine whatsapp-Nachricht von Ute, den beiden alten Ladies geht es super.
Uhla ist doch wunderschön geworden. Wir haben sie im Juni 2016 von der Tierrettung Herford übernommen. Die kleine Whippetmixmaus ist jetzt 15 Jahre alt.
Und Sheba wird bald 16 Jahre alt. Das Windspielschätzle zog im Mai 2008 bei Ute und Familie ein, später mußte dann ein Auge entfernt werden. Das Schicksal vieler Butzi-Augen:-( Leider.
Aber das tut der Schönheit von Sheba keinen Abbruch. Wehe, es behauptet wer was anderes!