17.10.2026
Gestern vor einer Woche war es so weit:
Nach sechs Monaten und sechzehn Tagen Tierheim zog Sadiq auf eine Pflegestelle von uns. Mal hatten wir keine Pflegestelle, mal wollte das Vetamt ihn nicht umsetzen, mal gab es nach der Freigabe Interessenten, irgendwas war immer.
Nicole vom Pfotentaxi verbrachte für ihn auch gefühlt den Freitag auf der Autobahn im Stau, doch das Leben sollte jetzt endlich anfangen – danke.
Und dann kam ein kleines Büblein im Tarnkleidchen eines Azawakhs und ließ sich bereits von Nicole ganz ordentlich durchkuscheln.
Auch bei der Pflegemama zeigte er von Anfang an keinerlei Scheu oder Distanzbedürfnisse, wie man sie von einem Azi erwarten würde.
Auch wenn die Diskussion um die Rassezugehörigkeit von Sadiq eigentlich obsolet erscheint, könnte sie für seinen weiteren Werdegang wichtig sein.
Mit der Rasse Azawakh sind durchaus einige „Verhaltensbesonderheiten“ verbunden, auch wenn es bei dieser Rasse wohl auch Ausnahmen gibt.
Da Sadiq ein dem Menschen zugewandter, anhänglicher Schnuck ist, lehnen wir uns jetzt mal aus dem Fenster, und behaupten trotz aller Optik, dass er ein Smooth-Saluki ist , vielleicht mit einem gewissen Azawakh-Anteil.
Wir werden ihn noch ausführlicher vorstellen, wenn wir ihn besser kennengelernt haben. Doch man darf sich bereits für den 8 Jahre alten Buben bewerben.
Wir wünschen uns für ihn ein Windhund-Mädchen an seiner Seite zum gemeinsamen Chillen im Garten in der Sonne (wenn sie mal wieder scheint).
Nach so viel anstrengendem Leben mit Sicherstellung durchs Vetamt, einem halben Jahr Tierheim, hat er sich wie eine leider verstorbene Tierschutzkollegin immer sagte, ein „Sahneplätzchen“ verdient.
Übrigens:
Der Begriff „Sadiq“ stammt aus dem Arabischen (صَدِيق) und bedeutet übersetzt „Freund“ oder „wahrhaftig/treu“.
