Seit Ende September ist Cornelius wieder bei seiner Pflegemama.
Wir stellen ihn erst heute wieder ein, weil wir ihn erst einmal beobachten wollten bzw. etwas ratlos waren und sind.
Anfangs war er unglücklich sein Frauchen verloren zu haben, doch mittlerweile hat er sich wieder eingewöhnt.
Wir schildern hier kurz seinen Werdegang.
Wir übernahmen ihn mit einem Jahr und fanden auch recht schnell einen Besitzer für ihn. Dieser hatte bereits seit über 30 Jahren Afghanen-Rüden, auch einen recht schwierigen zehn Jahre lang von uns. In den folgenden vier Jahren kam es hin und wieder zu Beißvorfällen, so dass unser Besitzer am Ende „das Handtuch warf“ und uns bat, das Tier zurück zu nehmen. Wir brachten den Buben auf einer unserer Pflegestellen mit hohen Hundetrainer-Qualitäten unter. Nach einem unauffälligen halben Jahr erschien er uns vermittelbar und es fand sich auch ein Ehepaar, das ihn trotz seiner Lebensgeschichte übernahm. Ein weiteres halbes Jahr später kam es zu einem schweren Beißvorfall – der Unterarm des Mannes mußte genäht werden.
Wir sind nun etwas ratlos, wie wir klar erkennen müssen, waren wir bislang nicht in der Lage, den richtigen Platz zu finden. Wir haben entweder den Hund unterschätzt oder die Menschen überschätzt –summa summarum egal, weil wir es nicht richtiggemacht haben.
Und nun begeben wir uns wieder auf die Suche, dieses Mal, müssen wir es besser machen.
Cornelius ist gut sozialisiert, er kennt alles und kann alles, was ein Hund in unserer Zivilisation kennen und können muß.
Doch wir brauchen Menschen mit ganz bestimmten Qulifikationen:
In unserem Weihnachtsbrief haben wir das so formuliert: Wir suchen Menschen, die einerseits sehr klar sind, andererseits mit guter Intuition für Nähe und Distanz im Zusammenhang mit Rangordnung ausgestattet sind.
Und Angst sollte man keine haben.




