1490007904

1490007904

20.03.2017

Am Samstag hat sich die liebe Alice für unsere Windhundhilfe stark gemacht. Sie hat eine Rede über unsere Arbeit, insbesonders die Rettung und Vermittlung unserer Irish Wolfhounds auf dem St. Patricks Day in Wien gehalten!
Ganz große Klasse, liebe Alice!
Schade, dass wir aus technischen Gründen die Videos hier nicht einstellen können.
So gibt es nur ein paar Fotos:-)
Alice erzählt:

"Wie jedes Jahr schrieb mir die Irische Botschaft in Wien und bat mich, so viele Irische Wolfshunde wie möglich zusammen zu trommeln, die an der Parade und den Festlichkeiten anlässlich des St. Patrick’s Day teilnehmen.
Das habe ich gerne getan. Für die Irische Botschaft sind unsere Hunde von besonderem Wert, weil sie ein Stück Heimat für die Iren in Osterreich darstellen.
Diesmal wurde ich aber auch gefragt, ob ich einem Club oder Verein angehöre, der sich der Zucht unserer Lieblinge annimmt. Sie würden als Entgegenkommen eine Art Werbung im „booklet“ drucken, das für den St. Patrick’s Day gestaltet wird. Als ich der „Frau Attaché“ antwortete, dass ich schon seit vielen Jahren nur noch Wolfshunde von der Windhundhilfe oder aus Tierheimen übernehme, bekam ich die Antwort:“ Für eine Windhundhilfe machen wir viel lieber Werbung als für einen Züchter!“ Nachdem ich bei der iwi noch schnell nachgefragt habe, ob sie damit auch einverstanden sind, gab ich das „ok“ für den Druck.
„Tolle Sache“, dachte ich mir! Der St. Patrick’s Day rückte näher und plötzlich kam von der Botschaft die Anfrage, ob ich bereit wäre auf die Bühne zu gehen und mich zur Windhundhilfe interviewen lassen würde. Natürlich! Sehr gerne! St. Patrick’s Day ist eine große Veranstaltung in Wien und Fernsehen, Radio und Presse ist auch vor Ort. Lieber wäre mir gewesen, wenn Ellen das gemacht hätte, aber dass das so kurzfristig nicht möglich ist, dachte ich mir schon. „Ich schaffe das schon“, dachte ich mir und bat beim regen e-mail Verkehr mit der Botschaft, dass ich in Deutsch sprechen kann. Die Vorstellung, dass ich auf der Bühne zu stottern beginne und nicht flüssig spreche und vor allem nicht das aussprechen kann, was ich möchte, machte mir Angst. „Kein Problem“, kam von der Botschaft, „wir machen es in Deutsch!“. Das beruhigte mich. Ein paar Tage später war es schon so weit und wir fuhren zum St. Patrick’s Day in die Stadt. Meinen alten iwi IW Otto liess ich zuhause. Er ist zwar schon ein älterer Herr, aber bis auf seine Knie ist er fit wie ein Turnschuh. Aber er mag keine Menschenansammlungen und Dudelsackspieler mag er schon gar nicht. So habe ich eine Freundin gefragt, ob sie mir ihre Hündin für den Auftritt borgt. Die Hündin ist solchen Situationen gewachsen und ein Fels in der Brandung. Sie sagte ja! Leider haben aufgrund des schlechten Wetters fast alle IW Besitzer abgesagt. Nur drei Wölfchen sind gekommen. Aber besser drei als keiner. Es waren sehr viele Menschen da und das Showprogramm begann. Wir haben uns ein ruhiges Plätzchen abseits der Konzerte und der Bühne gesucht, um die Hunde nicht zu überfordern. Das Warten auf den Auftritt begann. Da mir Essen immer enorm wichtig ist, machte ich mich auf die Suche nach der irischen Kulinarik, die ich auch fand. Als ich wieder zurückkam, wollte ich mich ein wenig auf das vorbereiten, was ich zu sagen vorhatte. Ich hatte es zeitlich tatsächlich nicht geschafft, mich vorzubereiten. Aber dazu kam es nicht, denn plötzlich stand jemand von der Botschaft vor mir, der mich zur Bühne abholen kam. Viel zu früh! Ich hatte eigentlich noch eine halbe Stunde Zeit, dachte ich. Hatte ich aber aufgrund einer Programmänderung nicht. „Na toll“, dachte ich! Ich bat Igraine, die süße Hündin meiner Freundin, mit mir zu kommen und die Leckerlis in meiner Hosentasche waren sehr überzeugend. Sie kannte mich aber auch schon von früheren Besuchen. Wir kämpften uns durch die Menschenmassen und standen schließlich neben der Bühne. Der Moderator wurde uns zuvor schon kurz vorgestellt. Ein sehr netter Mann! Ich betonte kurz erneut, dass ich in Deutsch sprechen möchte. „No problem“, sagte er. Ich bekam noch ein Getränk und Igraine ließ sich die Kekse in den Mund schieben, während wir warteten, bis die tanzende Kindergruppe endlich zu Ende getanzt hat. Während Igraine völlig entspannt war, wurde ich langsam nervös, nicht zuletzt, weil die Kekse für sie zu Ende gingen. Das war nicht gut! Gar nicht gut! Endlich drang aus dem Lautsprecher mein Name und „Windhundhilfe“ in irischem Akzent. Es war so weit. Wir wurden auf die Bühne gebeten und der Moderator begann mich in ein lockeres Gespräch zu verwickeln. Igraine war einfach toll! Eine richtig coole Socke! Leider sprach mich der Moderator permanent in Englisch an und so rutsche ich irgendwie in das Englische. Es war es irgendwie doof in Deutsch zu antworten, wenn man auf Englisch gefragt wird. Also plapperte ich einfach drauf los. Ein paar Mal kam ich ins Stottern und antworte wohl etwas völlig anderes, als gefragt. Aber das war dann auch schon egal. Hauptsache Igraine bleibt gelassen! Das war das Wichtigste. Wenn sie nervös geworden wäre, hätte ich die Bühne wortlos verlassen. Das hätte auch seltsam gewirkt. Aber sie blieb ruhig und ein paar Krümel von den Keksen hatte ich auch. Bis auf ein paar Patzer meinerseits lief es eigentlich ganz gut. Am Ende des Interviews bekam Igraine allerdings große Augen. Man kann das Ende des Videos sehen. Da entdeckte sie ihr Frauchen im Publikum. „Oh oh“, dachte ich! „Jetzt wird es Zeit zu gehen!“. Das Interview war auch schon zu Ende und alles war halbwegs gut gegangen.
Ich hoffe, dass viele Leute durch den Auftritt auf die iwi aufmerksam geworden sind und vielleicht sogar den einen, oder anderen Euro spenden. Das wäre ganz toll! Spass gemacht hat es und ich würde es jederzeit gerne wieder tun!
:) "

Ein Riesendanke an dich, du Liebe - und gut, dass wir so weit weg sind :-))) Uah, öffentliche Auftritte... nein danke....
Hast du super gemacht! Und unbekannterweise an Igraine auch liebe Grüße!





Drucken   E-Mail