Und jetzt zu unserer Wagenladung Oldies, die wir kürzlich alle eingesammelt haben.
Himpelchen und Pimpelchen, die beiden 13-jährigen Whippets, die gemeinsam ein Zuhause suchen - haben bisher keins gefunden. Pimpelchen wurde abgegeben mit einem "komischen, unförmigen Oberkopf" - so haben wir uns damals unterhalten. Inzwischen ist der unförmige Oberkopf ein Horn... und leider das, was wir befürchtet hatten: Ein Tumor. Das Röntgenbild, das wir gestern sahen, war klar. Das Ding wächst nach außen und innen. Also wird Pimpelchen in absehbarer Zeit auf seine letzte Reise gehen müssen.
Das heißt, wir haben vorerst wieder zwei neue Patenhunde :-(
Pimpelchen hat keine Schmerzen, noch nicht. Aber wir beobachten ihn natürlich jetzt ganz genau. Er spielt und ist guter Dinge, aber der Tumor wächst ziemlich schnell.
Pimpelchen war gestern so aufgeregt, dass er sich auf dem Schuhabstreifer unserer Tierklinik erleichtern mußte... danke an euch lieben, guten Geister, die sofort mit Lappen und Putzmittel rannten. Wir lieben unsere Klinik - natürlich auch aufgrund unserer bislang dreistelligen Anzahl an Pflegehunden und eigenen, nie eine Fehldiagnose, top OPs, immer für uns da, kann man nur weiterempfehlen.
Das ist sie:
Kleintierklinik Wasserburg
Caoimhe, neuneinhalb und schwer herzkrank, wurde deswegen noch nicht in die Paten verschoben, weil wir anfangs dachten... naja, es lohnt sich nicht mehr... denn Caoimhe war ganz, ganz schlecht beieinander. Wir bangten die ersten Tage gewaltig, ob sie es schafft oder nicht. Aufstehen konnte sie nicht alleine, sie hechelte sich halb tot. Das ist kein Leben.
Jedoch hat das Abwarten gelohnt, sie kommt jetzt meistens von alleine hoch und hechelt nicht mehr so wahnsinnig. Wir tun unser Möglichstes, um ihr die Hitze erträglich zu machen, was ganz gut klappt. Gott sei Dank.
Also, Caoimhe ist eben in unser Patenprogramm eingezogen!
Floyd, unser neunjähriger Whippet, ist eigentlich kein richtiger Oldie in dem Sinn, aber neun ist auch nicht mehr soo ganz frisch:-) Jetzt können wir ihn schon etwas einschätzen. Er ist im Rudel total unauffällig und hält sich weitestgehend im Hintergrund auf, wird laut gebellt, tritt er lieber den Rückzug an. Er ist ein begeisterter Fliegenjäger und hüpft dann auch schon mal in Barsois Bett - ist ja aber kein Borisle mehr da, also ungefährlich. Auch spielen tut er schon ganz lustig, hüpft morgens um halb sieben mit nem alten Plüschtier durch den Garten und hat ein freches Windspiel im Schlepptau. Bissle alleine bleiben kein Problem. Wir sehen ihn nicht unbedingt als Einzelhund... Mal schauen, wie er sich weiter entwickelt.
Pan, unser 12-jähriger Afghanenbub aus dem Tierheim Köln-Dellbrück, ist einfach nur glücklich bei uns.
Ein Riesendankeschön an den TH-Leiter Herrn Schinzel für sein Vertrauen in uns!
Gestern Abend hievten wir Pan aufs Sofa, er traute sich nicht... und da lag er dann auf uns drauf und hat geschnorchelt, zwei Stunden lang. Brummbrumm.... sooo süss. Nicht so toll ist blutiger Dünnschiß auf den Lärchendielen... kriegen wir auch in den Griff. Zudem vermuten wir Hodenkrebs. Ein TA-Termin muß noch geplant werden, Leber- und Nierenwerte stimmen auch nicht aber erstmal bissle ankommen lassen. Seine Augen leuchten, er wird uns noch eine Weile erhalten bleiben. Seine Epilepsie wird mit Luminal unterdrückt, alles gut. Wir haben ja drei Epileptiker - er ist also in bester Gesellschaft. Übrigens liebt dieser Riesenkerl unsere Windspiele, morgens gibts ein Schleckduell :-)
Und lustig-fidel trabt er raus in den Garten, rein ins Haus, wieder raus - als scheint er das richtig aufzusaugen. "Ich kann raus, wann ich will!!"
Ja, ein Garten ist schon was Wunderbares. Und nein, es ersetzt keinen Spaziergang aber es verschafft den Hunden eine unbeschreibliche Freiheit und das spiegelt sich in den Augen von Pan wider.
Übrigens mehren sich jetzt die Stimmen: "Pan hätte ich auch genommen".
Gut, wunderbar. Pan hat schon ein Zuhause - jedoch wären wir für kommende alte Windhunde froh, wenn wir eine Oldie-Liste anfertigen könnten, damit diese Hunde sofort dahin ziehen, wo sie bleiben können.
Wer meldet sich für den nächsten Oldie an - unter Umständen können wir diesen nach Absprache in unser Patenprogramm übernehmen, d.h. anfallende Tierarztkosten werden, nach Rücksprache mit dem jeweiligen Vermittler, bezahlt.
In letzter Zeit haben wir fast ausschließlich alte Windhunde aufgenommen, was doch ein immenser Pflege- und Kostenaufwand war und ist. Wir sind froh um jede Erleichterung, um jede Art von Hilfe - also meldet euch und wir setzen euch auf die Liste!
Pimpelchen (links) und Himpelchen auf dem Weg zum Tierarzt. Der Schatten überm Auge ist diese Erhebung/das Horn - der Tumor :-(

wieder glücklich Zuhause

