03.07.2026
Leo war mein erster Windhund von der IWI.
Er kam im Dezember 2016 zu mir, vollgepumpt mit Anabolika und Adrenalin, denn 2 Tage zuvor war er noch sein letztes Rennen gelaufen. Er war ein unruhiger Geist und fand sich nur allmählich in dieses neue Leben ein. Trotzdem war er greytypisch freundlich und verschmust und konnte Herzen im Sturm erobern. Doch im Übrigen erfüllte er alle Vorurteile, die den Greyhounds nachgesagt werden. Wir haben relativ früh seine Sehschwäche bemerkt, die dann glücklicherweise erst im Alter zur Erblindung führte. Diese körperliche Beeinträchtigung sowie die altersbedingte Schwäche der Hinterhand hat Leo im Gegensatz zu seinen Vorgängern mit großer Gelassenheit hingenommen. Rutschte er aus oder lief er irgendwo gegen, so wurde der Schreck weggeschüttelt und weiter ging's. Auf diese Weise hat er dem Leben noch 1 gutes Jahr abgetrotzt, auch wenn es für uns Menschen und die übrigen Hundekumpel nicht einfach war. Es ist jetzt jedenfalls sehr ruhig hier ohne unseren Leo Lausemaus, während sich seine alten Freunde auf der anderen Seite des Regenbogens nun wieder mit seiner Tollpatschigkeit leben müssen. Run free, lieber Körperklaus!
Danke liebe Karin!

