In was für einer seltsamen Zeit leben wir eigentlich?
Vielleicht war das auch schon immer so, nur uns fällt es gerade mal wieder auf. Dieses Jahr scheinen sich jedenfalls die Seltsamkeiten zu häufen.
Beispielweise beherbergen wir gerade zwei Windhunde, die vom Veterinäramt beschlagnahmt wurden. Was tut der vormalige Eigentümer? Er prozessiert auch fast ein Jahr später immer noch.
Andere geben ihre Tier dem Züchter zurück und drohen uns dann anwaltliche Schritte an, wenn wir uns gar erdreisten zu behaupten, das Tier wäre in keinem optimalen Zustand.
Fehler passieren immer wieder, das ist menschlich. Das Tier weiß nicht, dass es Opfer eines menschlichen Fehlers geworden ist, es hat nur Leid.
Wir, die Windhundhilfe, sind für diese Tiere da. Leider allein und verlassen auf weiter Flur.
"Unsere" Zuchtverbände haben sich schon vor langer Zeit davon verabschiedet, der Anwalt für die unter Ihrer Schirmherrschaft gezüchteten Tiere zu sein. Das ist traurig, aber wohl nicht zu ändern.
Wir könnten einen ganzen Roman zu diesem Thema schreiben: Züchter läßt seine Welpen fast verhungern, das "Thema" schafft es nicht einmal in den Disziplinarausschuss. Mehrere Hunde werden bei Züchter beschlagnahmt, inklusive Welpen. Antwort des Zuchtverbandes: "War doch der letzte Wurf." etc. pp.
Wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir für dieses Thema die rote Karte verwenden, oder lieben einen Stein, unter dem sich Betroffene in Zukunft verstecken können.
Fakt ist, gäbe es nicht solche "Vorfälle" müsste sich keiner mit uns rumschlagen.
Zusammengefasst: Nicht wir sind die Täter. Es sind die Tiere die "die Scheiße ausbaden". Wir versuchen nur die Zukunft dieser Tiere in positive Bahnen zu lenken.
