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22.05.2018

Traurige News von unserer Rabea. Sie mußte sich gleich von zwei ihrer Schützlinge verabschieden.
Unser Paten-Whippet Jasko mußte erlöst werden.
Rabea schreibt:

"Der Herr Jasko kam 15-jährig (zusammen mit Dajak) in unser Leben und erzählte uns wie alles so zu laufen hat.
Überhaupt- wenn der Herr Jasko sich was vorgenommen hatte dann sofort!
Anfassen verboten! Es sei denn es juckt - dann gab es aber Bescheid, schnell und gründlich bitte -und er schmierte sich um unsere Beine wie eine Katze.

Nach eindeutigem „ich muss mal raus“ Signal (flüchtiger Blick zur Terrassentür) -3 bis 5 Sekunden Wartezeit aufs Personal? Ok - laufen lassen!
Nach Herztablette muss man aufs Essen warten? Länger als 10 Minuten? Die pure Entrüstung -Bellen mit aufstampfen.
Bei Gartengängen hat die Terrassentür und ca 8m dahinter im Innenbereich freigehalten zu werden!!!
Aus dem Garten kann man nur in Highendgeschwindigkeit ins Haus geflogen kommen. Dumm im Raum stehende Artgenossen werden umgenietet und die Hauswirtschaftsraumtür als letzter Notbremsschirm benutzt. Nach dem ersten Crash waren alle geimpft! Jeder lugte vorsichtig ums Eck, ob Herr Jasko im Landeanflug war.
Ein anfängliches, unüberlegtes Schließen der Terrassentür, hinter dem Herrn Jasko im Garten, hatte einen lauten Crash mit eben dieser zur Folge. Er hatte trotz kurzer Benommenheit nix draus gelernt- wir schon!
Danach wurde nur hysterisch „JASKO TÜR“ gebrüllt, war einer von uns in Gedanken.
Glücklich machte den Herrn Jasko das nach Hause kommen von Spaziergängen. Da wurde so richtig gefeiert - so 10 Sekunden- dann sammelte sich der Herr, besann sich auf sein Alter, nahm die leicht gebückte Haltung wieder an, legte die kurzen Tippelschritte wieder auf und bestellte was essbares. Ein kurzes Ball- oder Stofftierspiel hat er auch nur ungern abgeschlagen- dauerte halt nur ein paar Sekunden, aber die Intensität zählt- lehrte er uns. Das dritte Mal werfen war dann vergebens.
Blind wie ein Maulwurf, aber sobald er meinte unseren Blick aufzufangen, spazierte er in die Küche, brauchte eilig eine Auflistung aller Essensvorräte und stellte sich sein Menue zusammen.
Er wusste genau wo alles steht und gab genaue Anweisungen.
Er konnte so reizend nett sein und sich freuen, dann wackelte das Schwänzchen. Zum Beispiel wenn man morgens die Treppe runter kam, die er auf keinen Fall mit hoch wollte.
Dann freute er sich und zeigte uns unverzüglich wo die Küche und die besonders guten Sachen sind.
Waren seine beiden liebsten Schlafplätze belegt mussten wir die Belagerer verscheuchen- sonst fand er keine Ruhe.
Trotz Blind- und Taubheit hat er sich so wunderbar in unser Rudel eingefügt und ist nie angeeckt…. Naja einmal hat er in das Napf der fressenden Greyhündin Patschi geschaut und wollte mal kosten- die leichte Fönwelle musste er aber kein zweites Mal bekommen.

Herr Jasko war ein so liebenswerter, schrulliger alter Herr, wir liebten ihn sofort und hatten uns viel mehr Zeit mit ihm erhofft.
Es ging zu schnell, er wird für immer fehlen."

Vielen herzlichen Dank an alle Paten und natürlich an dich, liebe Rabea.