Schöne Nachrichten von Bruno (vermittelt Oktober 2010):
"Endlich hatte ich ein wenig Zeit um Fotos von Bruno zu laden und dir zu senden. Gestern habe ich noch ein paar aktuelle gemacht.
Wie bereits am Telefon gesagt, geht es Bruno soweit ganz gut.
Bis zu seinem 8/9 Lebensjahr war er ein Jagdhund durch und durch. Wenn man(n)/frau mit Herzblut sieht, wie 2 Barsoi-Rüden und eine kleine Mischlingshündin (unsere Lusy) jagen, dann weiß man was wir Menschen diesen Hunden verwehren, wenn sie fast ausschließlich an der Leine spazieren gehen. Ich habe aber immer den Anspruch so viel Freiheit wie möglich. Klar, man muss dafür auch die passenden Gebiete zur Verfügung haben. Man hat mich aus einschlägigen Kreisen vor den vielfältigen Gefahren (Verletzungen, plötzlicher Herztod und überhaupt wird der Hund früh sterben, wenn er jeden Tag jagt) gewarnt, ich konnte und wollte es den Hunden nicht versagen. Meine Aufgabe war, geregelte Abläufe in einigermaßen gesicherten Gebieten (ohne Reh-, Rot- und Schwarzwild) zu trainieren. Und das ist mir auch nach 2-3 Jahren gelungen. Die zwei Jungs waren abruf- und rückrufbar. So war es möglich, dass sie nie mehr lange weg blieben. Bei Adasha hat die Ausbildung lediglich ½ Jahr gedauert.
Heute sind die Zeiten der großen Jagten vorbei, jetzt sind es nur noch kleine kurze Scharmützel, ohne Ehrgeiz, für wirklich dreiste Kaninchen oder Nachbars Katze. Spaziergänge sind eher gemütlich und werden von Brunos (ich ruf ihn Hasimann) Tageslust, Außentemperatur, und den euch bekannten Umständen absolviert. Aber 3 x täglich muss schon sein, plus die eine oder andere Pinkelrunde im Garten.
Na ja, und dann waren und sind da noch die Weibergeschichten. Leute, das ist schlimmer als Jagdtrieb. Ich habe mich damals gegen eine Kastration entschieden und hatte auch so meine Gründe. Und dann ist es auch dabei geblieben. Heute würde meine Entscheidung wohl anders ausfallen.
Vielleicht ist Bruno da speziell, aber jetzt im fortgeschrittenen Alter legt er doch so ein bisschen den Charakter eines Beamten an den Tag und bestimmt so unseren Tagesablauf. Es muss alles nach seinen „Vorschriften“ gehen. Für Streichel- und Kuscheleinheiten hat er eigens für mich ein Ruf-Kommando entwickelt: ein ganz kurzes hohes Bellen, erst 1x, dann noch 2-3x hintereinander, die dann in einen Jammerton enden. Wenn ich dann um die Ecke gesaust komme, gibt er auf dem Rücken liegend den Witzeklon. Das Startzeichen für „los legt dich aufs Hundebett und kraul mich durch“. Ich liebe es und ihn natürlich auch.
Liebe Grüße
Sonja"
Vielen lieben Dank!









