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17.05.2017

So nun wollen wir doch endlich mal wieder über unsere zwei Zirkusaffen berichten.
Slava macht gerade Urlaub auf Sylt. Er hat sich zwei schicke afghanische Weiber angelacht mit zugehörigem Personal.
Eigentlich wollten die zwei Jungs nur mal die verrückte Frau bei der Windhundhilfe mit den vielen Afghanen kennenlernen. Und unser kluger Slava kam sofort angehüpft und sagte, bitte kuscheln. Als die beiden dann aufbrechen wollten, stand er brav an der Tür mit seinem imaginären gepackten Köfferchen. Die beiden sonst wohl häufig eher garstigen Afghanen-Damen, die er dann auf der Straße traf, fanden ihn totschick (wie kann es auch anders sein bei einem König). Und so kam es, dass wir unseren heiligen Hund auf der Straße vermittelten - wir können uns nicht erinnern jemals einen ungebadeten Afghanen rausgegeben zu haben - peinlich.
Nach 24 Stunden lebte die Katze auch noch und bis auf eine Pfütze war alles gut. Mann bereits im Bett angeschmust - Slava ist einfach unwiderstehlich.
Hi Jungs, wir wünschen einen tollen Urlaub - wir sehen uns. Slava - das hast Du gut gemacht.

Und jetzt saß unser armer Jarik auf einmal ohne seinen besten Freund da - wir hatten ein ziemlich schlechtes Gewissen. Diesen juckte das allerdings recht wenig, er hatte sich nämlich in unsere nackige Sloughi-Schönheit verguckt. Wir kennen das ja schon, dass kastrierte Afghanen-Jungs bei entsprechender Animation durchaus den körperlichen Freuden nicht abgeneigt sind. Aber nachdem der Sloughi gefühlt dann 17 mal dran glauben mußte, wurden wir irgendwie misstrauisch. Wohlgemerkt Jarik lebt seit einem halben Jahr bei uns und bislang war so etwas nie aufgetreten - sexy Sloughi.
Also recherchierten wir: In dem Land aus dem Jarik kommt werden die Hunde so kastriert, dass auch kein Hodensack bleibt - allerding, das wußten wir zwar auch schon - gibt es Rüden mit Hoden in der Bauchhöhle. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch, dass wir und beim Abscheren von Jarik sehr wunderten als wir am Ende ankamen, keine Hoden zu finden waren. Wir dachten, mal wieder etwas gelernt, es gibt auch Afghanen, bei denen sich die Kastration nicht so sehr beim Fell niederschlägt. Doch so im Laufe der Recherche kam immer häufiger der Gedanke, der Bub könnte ja unkastriert sein bzw. seine Hoden im Bauchraum haben. Es wird ja behauptet solche Tier seien nicht fruchtbar. Die Kombi Afghane gold mit Schattenmaske und Sloughi sand mit Schattenmaske gäbe ja immerhin lauter kurzhaarige Tiere in sand mit Schattenmaske. Aber: wir wollen ja alles nur keinen Nachwuchs. Also wurden wir bei unserem Tierarzt vorstellig und sorgten mit unserem Anliegen mal wieder für jede Menge Heiterkeit (als das Kastrationsimplantat erfunden wurden, waren wir damals laut Hersteller die ersten, die Rüden hatten, die immer noch konnten).
Also wurde Jarik geschallt. Und tatsächlich der Bub hat beide Hoden im Bauchraum und man könnte nun fast behaupten "Sex rettet Leben", einer der Hoden war nämlich mittlerweile größer als ein Tennisball. Das Schicksal hat es ja nun wirklich gut gemeint: Nicht auszudenken, wir hätten den Buben zu einer Afghanen-Hündin vermittelt.
Jedenfalls war heute die OP, dieJarik bislang gut überstand, entarteter und anderer Hoden entfernt.
Tja und unseren sexy Sloughi werden wir wohl schallen lassen müssen...das Ergebnis wird unter Privatsache verbucht, nur so viel es wird auf keinen Fall Slougaffs geben.
Manchmal erlebt man als Tierschützer mehr als einem lieb ist.
Und die Moral von der Geschicht': Rüden ohne Hoden sind im Zweifelsfall gar nicht kastriert!