Wenn, wäre, würde... ein Joker-Update!
Unser Dr. Heider sagte ja bereits bei der ersten Inaugenscheinnahme unseres Jokers, der arme Kerl wird immer behindert bleiben. Inzwischen haben wir Joker in Narkose von allen Seiten geröntgt und konnten dem Doc nur zustimmen, er meinte:" Selbst Sie sehen jetzt, da ist nichts mehr zu machen."
Heute haben wir noch mit Dr. Kasa in Lörrach gesprochen. Er kommt zum selben Ergebnis. Keine Operation!
Jokers Kniegelenk ist um 90 Grad verdreht, das hätte man gut operieren können, wenn man es SOFORT gemacht hätte. Es ist nun aber leider schon in Jokers Welpenalter passiert.
Inzwischen ist alles fest und unbeweglich, die Kniescheibe, die Knorpel, der Unterschenkel hat sich zwangs-angepasst und ist ebenfalls schief, die Fugen sind schief und versetzt etc...
Wäre Joker nun ein kurzbeiniger, leichter, kleiner, älterer Herr, dann wäre eventuell mit einer sehr aufwendigen Operation, verbunden mit monatelanger Ruhigstellung noch etwas zu retten. Jedoch weicht der dann operierte Unterschenkel nur 5 Prozent von seinem Kurs ab, wäre die ganze Operation fehlgeschlagen.
Von daher rät auch der Spezialist, der ja sein Geld damit verdient, von einer Operation ab.
Ein Hund ist kein Auto, man kann nun mal nicht alles "reparieren".
Joker sucht also nun Menschen, die ihn so nehmen, wie er ist und ihn so leben lassen, wie er ist: Frech, ungestüm, verspielt - nur für das menschliche Auge gewöhnungsbedürftig. Er hat keine Schmerzen, hat sich an sein kaputtes Bein gewöhnt, steigt Treppen oder besser, rennt sie hoch, spielt und ist immer guter Laune. Für lange Spaziergänge ist er vielleicht nicht so der Brüller aber er schäumt vor Lebensfreude.
