Galgo-Hündin: Lila

Galgo-Hündin: Lila

18.06.2020

Unsere 10 Jahre alte Galgo-Hündin Lila mussten wir gar nicht vorstellen, da ihre Pflegemama sofort eine Idee hatte und Lila zog nach wenigen Tagen zu Eva & Gerhard (vielen Dank für alles liebe Simone). Doch lest selbst, Gerhard hat einen wunderbaren Bericht geschrieben.

„Nun ist „Alina2“, respektive „Lila“, die jetzt „Linda“ gerufen wird, bereits seit gut 3 Wochen in unserem Haushalt, und es wird Zeit zu berichten, wie sich Linda in ihr neues Zuhause eingefügt hat. Gleich zu Anfang, am Tag der Ankunft, zeigte sich Linda sehr offen und ohne jegliche Berührungsängste. Dies hat sie bis heute beibehalten. Sie hat sich scheinbar mit einer Selbstverständlichkeit gleich Zuhause gefühlt und alles in Beschlag genommen, als sei sie schon immer - oder doch zumindest ab und zu - hier gewesen. Dies führte dazu, dass unsere sich bisher zur „Prinzessin“ entwickelte „Chica“, mit großer Verwunderung und Irritation immer wieder feststellte, dass sie nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit genoss und immer dann, wenn sie sich auf einen Platz legen wollte, der ihr gerade in den Sinn kam, dieser bereits durch Linda belegt war.

Wir konnten dabei auch beobachten, dass in vielen Fällen Chica noch am Überlegen war, während Linda schon gehandelt hatte. Linda hat offenbar keinerlei Problem, auch auf engstem Raum auf Tuchfühlung zu gehen, während Chica dies offenbar – ausgenommen auf dem auf der Terasse ausgelegten Kissen – für unschicklich hält. Ansonsten haben sich die Beiden aber offensichtlich bereits abgesprochen und zeitweise ein Team gebildet. So kehrte Linda auf dem Weg in das Obergeschoß auf halber Treppenhöhe um, weil Chica nicht mitkam. Seither hatte sie auch keinen Versuch mehr unternommen, die Treppe nach oben oder nach unten in den Keller zu gehen. Auch machen sie sich gegenseitig aufmerksam, wenn es scheinbar zum Aufbruch geht oder Leckerchen in Aussicht stehen. Auch fordern sich die Beiden auch mal wechselseitig zum Rennen auf unserer Wiese im Garten auf. Danach ist Linda zwar erst mal geschafft, aber erkennbar auch zufrieden.

Sehr positiv aufgefallen ist, dass Linda nicht nur stubenrein ist, sondern sich auch als Langschläferin geoutet hat. Dies kommt uns und vor allem auch Chica, die morgens normalerweise nicht vor 11 Uhr ihr Nachtlager verlässt, sehr entgegen.

Bemerkenswert ist noch, dass Linda sich gerne „betütteln“ lässt und Streicheleinheiten förmlich einfordert. Bei der Begegnung mit anderen Hunden zeigt sie sich immer interessiert und erfreut und lässt erkennen, dass ihr die soziale Kontaktaufnahme sehr wichtig ist. Ist dies situationsbedingt nicht möglich, weil der in Sicht befindliche Hund, mit oder ohne Leine einfach nur mit Abstand passiert, dann steigt Linda wie ein Springteufel in die Leine und beginnt zu heulen und zu schreien, als hinge sie am Spieß. Sie beruhigt sich erst wieder, wenn der „Spuk“ vorbei ist.

Schließlich haben wir noch beobachtet, dass im heimischen Bereich Linda gut auf ihren Namen und Zuruf reagiert - beim Spazierengehen bislang leider nicht :).“

Wir sagen herzlichen Dank für alles, gibt es doch sehr wenige Menschen, die einen „alten“ Windhund aufnehmen. Hinzukommt, dass Lila ein etwas verkrüppeltes Vorderpfötchen hat, was noch geröntgt werden muss, um sie evtl. auf Schmerzmedis einzustellen.

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